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Heilkräuter für Frauen

In Frauensachen, Gastbeiträge, Gesundheit by Gastautor

Das Wissen über Heilkräuter ist sehr alt und kommt in allen Naturheilkunden vor. Man sagt, für jedes Leiden ist ein Kraut gewachsen. Vor allem wir Frauen verwenden gerne Naturmedizin für diverse Beschwerden bevor wir zu starken Medikamenten greifen. Die alternative Frauenheilkunde ist voll mit Tipps, wie man typische Frauenleiden mit Kräutern behandeln kann. Hier liest du über die Top 5 der Frauenkräuter.

Manchmal wird der weibliche Körper vor große Herausforderungen gestellt. Es gibt einige Alltagsleiden, die Frauen aus unterschiedlichen Gründen sehr belasten können. Zu diesen “frauenspezifischen” Problemen gehören z. B.

  • Kopfschmerzen
  • Müdigkeit, z.B. aufgrund von Eisenmangel, besonders im Verlauf der Regel
  • körperliche und seelische Belastungen vor der Monatsblutung (meist als prämenstruelles Syndrom oder PMS zusammengefasst)
  • Hitzewallungen als Folge hormoneller Umstellungen
  • Verdauungsprobleme und Unterleibsbeschwerden oder auch
  • Blasenentzündungen

Die Gründe für diese Probleme sind vielfältig: Oft spielt die Umstellung des Hormonhaushaltes eine Rolle. Denn schon vergleichsweise früh beginnt der weibliche Körper, sich langsam und zunächst einmal unbeachtet umzustellen. So zeigen viele Frauen schon mit Mitte Dreißig Anzeichen einer Prämenopause. Dann ist es zwar meist noch problemlos möglich, schwanger zu werden, die hormonellen Veränderungen haben aber schon erste spürbare Konsequenzen. Besonders der Östrogen-Progesteron-Hormonhaushalt gerät dann aus der Balance. Zum Thema Wechseljahre haben wir einen ausführlichen Artikel, in dem du auch Video-Interviews mit verschiedenen ÄrztInnen findest, darunter eine Gynäkologin sowie der bekannte Autor, Psychotherapeut und Arzt Ruediger Dahlke.

Andere Herausforderungen, die viele Frauen betreffen, haben einfach anatomische Gründe: So leiden beispielsweise weitaus mehr Frauen als Männer unter Blasenentzündungen, weil der Harntrakt so aufgebaut ist, dass Bakterien es leichter haben, in den Körper zu gelangen. Auch Stress kann eine Rolle spielen: Besonders in Verbindung mit zu wenig Schlaf oder Flüssigkeitsmangel können schnell Kopfschmerzen entstehen – z. B. wenn man Familie, Beruf und Privatleben unter einen Hut bringen muss. Es gibt auch zyklusbedingte Kopfschmerzen oder sogar Migräne, die immer dann auftritt, wenn sich die Hormonsituation im Körper im Verlauf des weiblichen Zyklus ändert.

Heilkräuter: Schonend und hilfreich

All diese Probleme sind zwar weit verbreitet, können den Alltag aber dennoch sehr belasten. Kein Wunder also, dass viele Frauen nach pflanzlichen Mitteln suchen, die Linderung bieten können. Erfreulicherweise gibt es hier viele Optionen: Es existieren nämlich sehr viele Kräuter, die dabei helfen können, Probleme, die viele Frauen betreffen, in den Griff zu bekommen. Einige dieser pflanzlichen Helfer sind in unseren Breitengraden angesiedelt und können in vielen Gärten und in der Natur gefunden werden. Andere wiederum sind etwas exotischer, können aber problemlos gekauft oder bestellt werden. Im Regelfall ist die Einnahme dieser Kräuter unbedenklich. Wenn ihr aber gesundheitliche Vorbeschwerden habt, Medikamente nehmt oder schwanger seid, ist es immer ratsam, vor der Einnahme einen Arzt aufzusuchen.

Welche Pflanzen sind DIE Frauenkräuter schlechthin und können besonders hilfreich sein? Um euch einen kleinen Überblick zu verschaffen, habe ich euch 5 Kräuter herausgesucht, die sich besonders für die Linderung häufiger Beschwerden bei Frauen eignen.

1. Seit Jahrtausenden bewährt: Frauenmantel

Es gibt wohl kaum eine Pflanze, die traditionell so mit Weiblichkeit in Verbindung gebracht wird wie der Frauenmantel. Das Kraut wird schon seit Jahrhunderten bei allen möglichen Beschwerden eingesetzt. Dieses Gewächs hat nämlich einige interessante Eigenschaften. So enthält es beispielsweise viele Gerbstoffe, die entzündungshemmend wirken und ihr Potential besonders bei Unterleibsbeschwerden unter Beweis stellen. Dies betrifft sowohl Magen-Darm-Probleme als auch Leiden in Verbindung mit der Monatsblutung. Dafür spricht unter anderem, dass die Phytohormone der Pflanze dem weiblichen Sexualhormon Progesteron ähneln. Besonders beim PMS (Prämenstruelles Syndrom), das meistens durch einen Östrogenüberschuss hervorgerufen wird, kann Frauenmantel so eine große Unterstützung darstellen. Da diese Phytohormone ebenfalls den Monatszyklus positiv beeinflussen können, wird Frauenmantel auch häufig bei einem Kinderwunsch eingesetzt. Denn bei einer regelmäßigen Blutung ist es einfacher, fruchtbare Tage zu bestimmen.

Normalerweise wird das Heilkraut dabei als Tee eingenommen: Hierfür hat sich bewährt, etwa 2 bis 3 Teelöffel getrockneten Frauenmantel mit 250 Milliliter heißem Wasser zu übergießen. Nach etwa 10 Minuten kann man den Tee dann abseihen und trinken. Gute Bio-Qualität hat etwa dieser Frauenmantel-Tee: Frauenmanteltee BIO 100g - Frauenmantel in 100% biologischer Spitzenqualität - Loser Tee - Frauenmantelkraut (alchemilla vulgaris) abgefüllt und kontrolliert in Deutschland - von NamasT

2. Für einen ausgeglichenen Hormonhaushalt: Yamswurzel

Ein etwas exotischeres Kraut ist die Yamspflanze. Sie stammt ursprünglich aus den tropischen Regionen Asiens und Amerikas, wird aber auch hierzulande angeboten. Als Heilkraut genutzt wird dabei besonders die Wurzel des Gewächses, weshalb oft einfach nur von Yamswurzel die Rede ist. Als Heilpflanze wird sie dabei vor allem von Frauen genutzt, und das hat einen guten Grund: Die Yamswurzel enthält nämlich große Mengen des Phytohormons Diosgenin. Es ist zwar nicht mit menschlichen Hormonen identisch, ähnelt in seinem Aufbau aber Progesteron. Die Einnahme von Diosgenin kann die Hormonsynthese nicht ersetzen, dafür aber bei vielen hormonell bedingten Komplikationen Linderung verschaffen: Besonders bei Menstruationsproblemen und PMS findet die Yamswurzel so Anwendung, auch bei Wechseljahresbeschwerden lassen sich häufig gute Ergebnisse erzielen. So hat sich Yamswurzel z. B. als natürliches Mittel gegen Hitzewallungen bewährt.

Erfreulicherweise gibt es viele Möglichkeiten, die Wurzel zu Hause zu nutzen: Einerseits ist es möglich, Yamswurzel-Tee zu trinken. Dafür sollte man etwa 2 Teelöffel getrocknete und geraspelte Yamswurzel mit etwa 200 Milliliter kochendem Wasser übergießen und dann etwa 10 Minuten lang ziehen lassen. Es gibt aber auch Präparate, die die Heilwurzel beinhalten. Gute Qualität hat folgendes Naturprodukt in Kapselform: Yamswurzel Kapseln · Mexican Wild Yam · hochdosierter Premium Extrakt mind. 16% Diosgenin · 180 Kapseln á 450mg · Made in Germany

3. “Natürliches Aspirin”: Mädesüß

Ein weiteres sehr verbreitetes Kraut, das vor allem bei Frauen beliebt ist, ist Mädesüß. Dabei handelt es sich um ein in ganz Europa beheimatetes Rosengewächs, das vor allem in Stresssituationen hilfreich sein kann. Als Heilpflanze findet Mädesüß schon seit Jahrtausenden Anwendung. Heutzutage ist sie vor allem bei der Bekämpfung von Kopfschmerzen populär. Und das nicht ohne Grund: Die Blüten enthalten nämlich natürlicherweise Salicylaldehyd, eine chemische Verbindung, die u. a. Ausgangsstoff für Acetylsalicylsäure (vor allem durch Aspirin bekannt) ist. Die häufigsten Ursachen von Kopfschmerzen bei Frauen sind Stress und hormonelle Umstellungsprozesse. Es gibt natürlich noch zahlreiche andere Ursachen für dieses weit verbreitete Leiden. Mädesüß scheint hier ein wirksamer Allrounder zu sein. Auch bei Fieber und damit verbundenen Kopfschmerzen wird Mädesüß gerne eingesetzt.

Es gibt zwei Möglichkeiten, Mädesüß effektiv einzunehmen: Auf die Schnelle eignet sich wohl Mädesüß-Tee am besten. Hierfür muss man lediglich etwa 2 Teelöffel der Blüten mit einer Tasse kochend heißem Wasser aufgießen und vor dem Abseihen ca. 10 Minuten lang ziehen lassen. Besonders bei Fieber empfiehlt sich aber auch eine speziell zubereitete Mädesüß-Tinktur: Hier gibt man etwa 50 Gramm der Blüten in ein Einmachglas und überschüttet den Mädesüß dann mit hochprozentigem Alkohol, z. B. Korn. Danach lässt man die Mischung drei bis vier Wochen lang an einem dunklen Ort stehen und schüttelt sie einmal täglich gründlich durch. Anschließend kann man dann bei Beschwerden etwa 10 Tropfen der Tinktur zu sich nehmen.

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4. Vielseitig und hilfreich: Nachtkerze

Die Nachtkerze stammt ursprünglich aus Amerika, ist aber schon seit Jahrhunderten auch in Europa heimisch. Sie hat sich hierzulande so eingebürgert, dass man sie praktisch in jedem Park finden kann. Mit seinen gelben Blüten wirkt die Pflanze zunächst etwas unauffällig, davon sollte man sich aber nicht täuschen lassen – denn als Heilkraut ist sie besonders bei Frauen sehr vielseitig. So enthalten die Samen der Pflanze sehr viele Omega-6 Fettsäuren: Diese eignen sich nicht nur dazu, Entzündungen zu bekämpfen, auch der Hormonspiegel kann so ausgeglichen und beruhigt werden – viele Frauen schwören deshalb besonders in einer PMS-Phase auf die Pflanze.

Aufgrund der fettigen Konsistenz der Nachtkerzensamen wird die Pflanze auch verarbeitet angeboten und z. B. als Hautcreme oder als Nachtkerzenölkapseln verkauft. Wenn ihr aber im Garten oder auf einem Spaziergang ein paar Nachtkerzen pflückt, könnt ihr euch auch selber natürliches Nachtkerzenpulver zubereiten: Hierfür müsst ihr ungefähr einen Esslöffel der Samen der Pflanze in einen Mörser oder eine Kaffeemühle geben und dann zerstampfen bzw. zermahlen. Anschließend könnt ihr das Pulver allen möglichen Speisen oder Getränken (z. B. Müsli, Joghurt oder Smoothies) beigeben.

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5. Nicht nur für die Blase hilfreich: Brennnesseln

Viele von euch haben wahrscheinlich ein eher schlechtes Verhältnis zu Brennnesseln: Denn ungewollter Kontakt mit den Pflanzen kann schnell zu einer unangenehmen Erfahrung werden. Doch ihr solltet ihnen eine zweite Chance geben: Denn Brennnesseln sind alles andere als störendes Unkraut. Vielmehr gehört die Pflanze wohl zu den unterschätztesten Heilkräutern überhaupt. Sie enthält nämlich viele wertvolle Inhaltsstoffe, die besonders bei weiblichen Leiden hilfreich sein können. So ist die Brennnessel ein sehr guter Kaliumspender. Dieses Element wirkt in Verbindung mit anderen Inhaltsstoffen der Pflanze entwässernd – perfekt für die Durchspülung der Blase und die Linderung von Entzündungen.

Ein weiterer Vorteil von Brennnesseln, der besonders für Frauen interessant ist, ist ihr hoher Eisengehalt. Besonders während der Monatsblutung kann es so sinnvoll sein, sich der Pflanze zu widmen, um Mangelerscheinungen vorzubeugen. Dabei ist der große Vorteil von Brennnesseln, dass man sie eigentlich überall findet. So spricht eigentlich nichts dagegen, sie im eigenen Garten oder bei Spaziergängen in die Natur zu pflücken. Gut abgewaschen können sie dann z. B. als Brennnesseltee (besonders bei Blasenproblemen empfehlenswert) eingesetzt werden: Hierfür solltet ihr eine Handvoll Blätter mit einer Tasse kochend heißem Wasser übergießen und dann vor dem Abseihen ca. 6 bis 8 Minuten lang ziehen lassen. Ihr könnt die Blätter aber auch essen: So ist ein Brennnesselspinat beispielsweise eine willkommene, hilfreiche und günstige Möglichkeit, gesunde Abwechslung in euren Speiseplan zu bringen. Auch grüne Smoothies mit Brennnesseln sind eine gute Möglichkeit, das tolle Heilkraut aufzunehmen.

Es gibt also viele Kräuter, die euch bei der Bewältigung des Alltags helfen können. Probiert doch einfach mal eine der Pflanzen aus – die Chancen, dass eure Beschwerden gelindert werden, stehen gut!

Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit Nick G. Auf Alte Hausmittel teilt er mit seinen LeserInnen alles über seine Leidenschaft: Eine gesunde Lebensweise mit Hausmitteln, Nahrungsergänzungs- und sonstigen Hilfsmittelchen. So informieren sich LeserInnen seines Blogs über eine Vielzahl von Themen, die bei natürlichem Entgiften anfangen, über das Verwenden von Hausmitteln gegen alltägliche Leiden und Wehwechen, bis hin zu Pilates reichen.

Alles Liebe euch,

Sandra

LANALebe Artgerecht, Nicht Angepasst

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