Eine Frau die läuft

Ich werfe mich in die Welt

In Seelenbalsam by Sandra Exl

Ein ganz neues frisches Jahr hat begonnen – wie ein weißes Blatt Papier liegt es vor uns und wir dürfen es wieder auf ein Neues nach unseren Vorstellungen bekritzeln. Hattet ihr in der „Stillen Zeit“ vielleicht wirklich eine Stunde übrig, um darüber nachzudenken, ob ihr mit den gleichen Farben und Mustern wie im Vorjahr dieses Blatt füllen wollt?

Soll es einfach weiter gehen wie bisher? Stellt sich jemand von euch diese Frage? Habt ihr Träume und Sehnsüchte, die in euch schlummern oder sogar laut nach Erfüllung schreien? Ich behaupte mal Ja. Doch Träume sind halt meist so unvernünftig und passen selten in das reale Leben, oder?

In einem Buch einer Sterbebegleiterin habe ich vor Jahren gelesen, was Menschen am Ende ihres Lebens am allermeisten bedauern:

„Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, mir selbst treu zu bleiben, anstatt so zu leben, wie es andere von mir erwarteten.“

Als ich das las, wusste ich, ich möchte mit Sicherheit keine alte Frau voller Bedauern werden, sondern mutig meinen Weg gehen.

Wollt ihr wissen, welche Sehnsucht mich mein ganzes Leben begleitet? Die Routine, die Verpflichtungen aber auch die Annehmlichkeiten eines soliden und gut situierten Lebens einzutauschen gegen Abenteuer und echte Freiheit. Alles hinzuschmeißen, meinen Rucksack zu packen und in die Welt hinaus zu gehen. Dies ist ein Wesenszug in mir, der sich tatsächlich immer und immer wieder durchsetzte.

Das erste Mal, wo ich meine Neugier auf die Welt so richtig ausleben konnte, war mit 18 Jahren. Zwar war da noch nichts, was ich hinschmeißen konnte – ich war gerade mit der Schule fertig – doch abhauen konnte ich. Und das tat ich auch. Mit dem Rucksack nach Australien. Mein Leben verlief ab da sehr abwechslungsreich. Doch mit etwa 30 dachte ich, ich sollte vielleicht mal beständig werden. Ich nahm einen guten und sicheren Job im Staatsdienst an und heiratete meinen langjährigen Freund. Wir führten eine gute und liebevolle Beziehung, hatten eine schöne Wohnung in Seenähe und spielten Golf.

Ziel erreicht! Ja, nur halt nicht meines.

In regelmäßigen Abständen wehrte sich mein Inneres vehement gegen das Äußere, doch ich versuchte still zu halten. Klar, ich konnte ja nicht all das hinter mir lassen und schon wieder ausbüxen. Mein Mann war ein guter Mann, doch meine Träume teilte er nicht. Unser Leben war so, wie es sich alle wünschen würden. Doch ich kam zu dem Punkt, an dem ich merkte, es wäre ein Fehler, diesen freiheitsliebenden Teil in mir mit schönen Urlauben und teuren Schuhen abzuspeisen. Dieses bürgerliche Lebensmodell stutzte mir meine Flügel, die ich doch so sehr liebte. Und ich wusste: entweder blieb ich in meinem goldenen Hamsterrad und würde irgendwann zu feig zum Fliegen werden, oder ich musste jetzt all meinen Mut und meine Unvernunft zusammennehmen und auf mein Herz hören. Ja, ich hatte Angst, mein kuscheliges Nest aufzugeben aber die alte Frau voller Bedauern war keine Option. Somit tat ich es: ich packte meinen Rucksack und ging. Die Entscheidung fiel um Neujahr. Ich entschied mich für einen völligen Neubeginn.

Was ich seitdem erlebt habe, ist unbeschreiblich. Es trat ein Mann an meine Seite, der meine Träume in völligem Einklang mit mir teilt. Wir beschritten gemeinsam einen Weg voller Abenteuer und versprachen uns, dass wir zu jeder Zeit den kleinsten Ruf unserer Herzen hören und ihm folgen würden. Es gibt für uns keinen Grund, es je wieder anders zu machen.

„Erschaffe ein Leben, das sich im Inneren gut anfühlt, nicht eins, das nur von außen gut aussieht.“

Das wünsche ich jeder/jedem einzelnen von euch!

Alles Liebe,

Eure Lana

Meine Literaturempfehlung zum Thema Mut und Veränderung

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